cohep

BNE-Konsortium COHEP

Projekt Integration von Bildung Nachhaltige Entwicklung in die Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Die UNO-Vollversammlung hat die Jahre 2005–2014 als Dekade zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung deklariert und die Länder weltweit aufgefordert, sich an dieser Dekade zu beteiligen und entsprechende Massnahmen in ihren Bildungssystemen zu lancieren. Die Schweizerische Koordinationskonferenz Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung SK BNE, bestehend aus sechs Bundesämtern und der EDK, hat einen Massnahmenplan zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung verabschiedet.

Die Massnahme 2 sieht vor, dass die SK BNE Unterstützung leistet für die Integration der BNE in die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen. Diese Massnahme soll etappenweise umgesetzt werden: In einer ersten Etappe gibt eine Bestandesaufnahme Auskunft über die bereits verwendeten, wissenschaftsgestützten BNE-Konzeptionen sowie über laufende Umsetzungsarbeiten von BNE im Bereich der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Auf der Basis der Bestandesaufnahme werden in einer zweiten Etappe unter Berücksichtigung der sprachregionalen Lehrpläne die fachdidaktischen Grundlagen für die Integration von BNE in die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen aller Schulstufen entwickelt. Das Ziel der dritten Etappe besteht darin, auf der Basis der erarbeiteten Grundlagen Empfehlungen zur Integration der BNE in die Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen zu entwickeln, welche eine einheitliche BNE-Konzeption und konkrete Hinweise zur Umsetzung beinhalten. Schliesslich sollen die Ergebnisse anhand von Empfehlungen sowie einer Schlusstagung zum Wissenstransfer BNE unter Einbezug der relevanten Akteure für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen nutzbar gemacht werden.

Zur Umsetzung der Massnahme 2 wurde ein BNE-Konsortium COHEP gegründet, welches sich aus denjenigen Hochschulen zusammensetzt, welche bereits heute über ein grosses und fundiertes Wissen im Bereich BNE verfügen. Damit soll sichergestellt werden, dass das vorhandene Wissen gebündelt und die Ergebnisse in den Pädagogischen Hochschulen wirksam umgesetzt werden. Zu berücksichtigen sind bei der Umsetzung der Massnahme 2 insbesondere die Themenbereiche Umweltbildung, Globales Lernen, Gesundheitsförderung und Menschenrechte.

Das Leading House des BNE-Konsortiums COHEP wird durch die PH Zürich und die Co-Leitung durch die HEP Fribourg sichergestellt. Das Projekt Integration von BNE in die LLB wird von den fünf Bundesstellen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, Bundesamt für Umwelt BAFU, Bundesamt für Gesundheit BAG, Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB und Bundesamt für Raumentwicklung ARE sowie von den am Konsortium beteiligten Mitgliedinstitutionen der COHEP zu gleichen Teilen finanziert und untersteht der Verantwortung des Vorstandes COHEP.
Das Projekt startet Anfang 2010 und dauert drei Jahre.

Bestandaufnahme

Kontaktpersonen: Sonja Rosenberg, Generalsekretärin COHEP
                              Stefan Baumann, PH Zürich (Leading House)
                              François Bourqui, HEP Fribourg (Leading House)