Organisationsübergreifende Projekte
In enger Zusammenarbeit mit der EDK sowie mit den beiden Partnerorganisationen CRUS und KFH werden die gemeinsamen Ziele in verschiedenen Projekten organisationsübergreifend angegangen, um vorhandene Synergien im Bildungsbereich zu nutzen.
Fachdidaktik
Im Bereich Fachdidaktik besteht ein dringender Qualifikationsbedarf des Lehrpersonals und der Forschenden der Pädagogischen Hochschulen. Die Qualifizierung dieses Personals kann nur über zusätzliche fachlich und qualitativ hochstehende Master- und Doktoratsprogramme im Bereich Fachdidaktik sichergestellt werden, deren Erarbeitung schweizerisch koordiniert von Universitäten (CRUS) und Pädagogischen Hochschulen (COHEP) gemeinsam in Angriff genommen wird. Die Erarbeitung von Pilotprojekten ist in Planung.
Kontaktperson: Sonja Rosenberg, Generalsekretärin COHEP
Qualifikationsrahmen für den schweizerischen Hochschulbereich (nqf.ch-HS) und Hochschultypologie
Eine verpflichtend vorgegebene Aufgabe im Rahmen der Bologna-Reform ist die Entwicklung und Umsetzung nationaler Qualifikationsrahmen. Deshalb haben die CRUS, die KFH und die COHEP im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung und Forschung (SBF) seit 2005 gemeinsam den "Qualifikationsrahmen für den schweizerischen Hochschulbereich (nqf.ch-HS)" erarbeitet, der mit Zustimmung aller drei Rektorenkonferenzen am 23. November 2009 vom gemeinsamen Leitungsausschuss (la-rkh.ch) zuhanden des SBF verabschiedet worden ist. Im Hinblick auf die Verwendung des nqf.ch-HS gegenüber dem Ausland sowie dessen Einbezug in die Arbeiten der einzelnen Hochschulen an ihren Curricula und vor allem an den Learning Outcomes werden nun die SUK und der FHR-EDK gebeten zu prüfen, wie der nqf.ch-HS als Referenzdokument in die Bologna-Richtlinien aufgenommen und damit auch staatlich legitimiert werden kann. Der nqf.ch-HS soll den Hochschulen aber bereits jetzt zugänglich sein, damit er in laufenden Arbeiten berücksichtigt werden kann.
Im Zusammenhang mit der Erarbeitung des nqf.ch-HS und der Diskussionen zum HFKG haben CRUS, KFH und COHEP in einem gemeinsam erarbeiteten Dokument insbesondere auch Profile und Ausrichtungen der drei Hochschultypen umschrieben. Dem einleitenden Abschnitt über das Hochschulsystem haben alle drei Konferenzen schon im Sommer 2009 zugestimmt. Die nach Hochschultypen spezifischen Aussagen wurden unter den Konferenzen abgestimmt, aber jeweils in eigener Verantwortung von der CRUS, der KFH und der COHEP redigiert und verabschiedet. Gemäss Beschluss des gemeinsamen Leitungsausschusses vom 23. November 2009 kann das Dokument "Die drei Hochschultypen im schweizerischen Hochschulsystem" ab sofort zu Informationszwecken und insbesondere zur internationalen Verständigung verwendet werden.
Eine englische Version wird baldmöglichst erarbeitet.
Berufsspezifische Sprachkompetenzprofile für Fremdsprachenunterricht
Aufgrund der Vernehmlassungsergebnisse zum Entwurf „Sprachkompetenzniveaus in der Grundausbildung der Lehrkräfte der obligatorischen Schule“ und der daraus entstandenen Aufgaben haben die EDK und die COHEP im Sinne von Vorarbeiten ein Projekt zur Erarbeitung von Berufsspezifischen Sprachkompetenzprofilen für Lehrpersonen für den Fremdsprachenunterricht in Auftrag gegeben. Das Projekt verfolgt zwei Ziele:
- Zum einen soll mit der Entwicklung berufsspezifischer Sprachkompetenzprofile für Lehrpersonen für den Fremdsprachenunterricht begonnen werden, wobei die Kompetenzprofile sowohl nach Unterrichtssprachen Deutsch, Französisch und Englisch als auch nach Unterrichtsstufen Primarstufe und Sekundarstufe I differenziert sein sollen.
- Zum andern sollen Grundlagen für die Koordination des Gebrauchs und der Anerkennung internationaler Sprachzertifikate entwickelt werden; Die internationalen Sprachzertifikate sollen gemäss den Resultaten der Vernehmlassung für den Nachweis sprachlicher Qualifikationen angehender Lehrpersonen weiterhin eine wichtige Basis bleiben, wobei die für den Sprachenunterricht benötigten spezifischen Kompetenzen im Rahmen der Ausbildung vervollständigt werden sollen.
Kontaktperson: Wilfrid Kuster, PHSG